Schlagwort: Kurzgeschichte


  • In Bewegung

    In Bewegung

    Es ist eine Suche nach neuen Ansätzen und Ideen. Eine weitere Reise in Imagination, Bild, Wort und Musik. Hier mein kleines Comeback und die Sehnsucht nach Bewegung. Polaroid trifft auf Animation. Inspiriert dazu wurde ich aufgrund einer Verzweiflungstat, irgendwie vorwärts zu kommen. Dann entdeckte ich die von 2009 selbstkomponierten Lieder und legte los. Die ursprüngliche…

  • Der Albtraum

    Nur zwei Reihen weiter sitzt sie. Die Beine übereinander geschlungen. Ineinander verschmolzen. Sanft und kaum merklich ein Wippen der Füße. Barfuß. Ihr Kleid gleicht einem Nachthemd. Ein Stoff, so zart, als wäre er nicht. Existiere nicht.

  • Svenja II

    Svenja II

    Zaghaft nur zieht der Wind über mich hinweg, ertastet meine Wange. Die Beine taub. Mein Blick ins Nichts, vorbei an der Schlucht und den Menschen weit über mir, deren Augen trotz der Höhe noch immer auf mir harren. …

  • Sterne über mir

    Hey, du! Schweigsam läuft sie weiter, dreht sich nicht um. Die Schultern leicht nach oben gezogen. Hey! Ihre Haltung verstärkt sich. Wie eine geduckte Katze läuft sie, ohne hinter sich zu blicken. Vor ihr der Ausgang. Nur noch wenige Meter. …

  • Lea

    Grünes Haar, gelbe Nasenspitze und rote Lippen umrahmt von einem zarten Blau. Es ist das Gesicht einer Fee auf Leas Kissen, in das ich blicke. Stolz drückte sie mir ihre Zeichnung in die Hand. Ein großer viereckiger, etwas wackeliger Kasten umgibt die Fee, den sie mit einer dicken schwarzen Kreide gemalt hat. Lea ist fünf…

  • Ein Dialog

    Schweigend sitzen sie da, zwei Freunde aus der Schulzeit, die sich fremd geworden sind. Jeden Freitagnachmittag fahren sie mit dem Motorrad den Hügel hinauf, raus aus der Kleinstadt, bis zum Waldrand, und blicken hinunter in ihre Heimat. Und, wie läuft´s? Gut. Sebastián blickt über die Weite der Einöde, ausgetrocknet und karg liegt sie vor ihm…

  • Zuhause

    Wie ein Dampfer bahnt sich das kleine Papierschiff den Weg durch die Weite der Strömung. Ein Dampfer so leicht wie die Wellen selbst. Sie tanzen unter der Sonne und brechen am Ufer. Ich bin allein, blicke auf den Fluss, die Fische, das Papierschiff, beobachte, wie es langsam davon segelt. Mein Rücken lehnt an einem Baum,…

  • Der Brunnen

    Vorsichtig taste ich die Wand ab. Nur langsam komme ich vorwärts. Meine Füße sind kalt und die Zehen krallen sich fest an die rutschigen Steine. Ich fühle mich wie ein lauernder Tiger, bereit zum Sprung, sobald der erste Lichtstrahl den Weg erhellt. Es tropft. Regelmäßig tropft es von der Decke und ich höre den Aufschlag…

  • Guten Morgen, Nachbarn!

    Schweigsam eröffnete sie ihre wohlgeordnete Abendmahlzeit am winzigen Esstisch mit einem Schluck Wasser im Sektglas, der kaum für zwei Teller und Besteck ausreichend Platz schaffte. Mit jedem Messerschnitt, jedem Aufspießen einer Spirelli, neigte sich der Tisch leicht zur Seite und zitterte. Ramona schnitt weiter das Stück Hähnchenfilet, spießte weiter die Nudeln mit Tomatensauce und unzähligen…

  • Zimmer 12

    Aus weiter Ferne höre ich noch zwei Schläge, ein Klatschen. Leises Knacken, ehe ich zu Boden falle. Nicht ich, nein, nicht ich. Ich verstumme, wie die Kirchenglocke wenige Häuser entfernt. Rauschen, ein leises Pfeifen. Schrill. Ein hoher Ton, den ich bedingungslos über mich ergehen lasse, verdrängt die Stille. Er geht wieder weg. Es geht wieder weg.…