


Zufällig bin ich auf die neue Petzval Linse gestoßen und – wow! – einfach nur begeistert! Was für ein Prachtstück! Besonders spannend fand ich ja neben dem beeindruckend dynamischen Bokeh, dass die Linse, ursprünglich 1840 hergestellt, wieder als Neuauflage mit Unterstützung von kickstarter produziert wird. Für analoge und digitale Kameras (Canon EF und Nikon F). Zugegeben, ich liebe alte und handfeste Sachen, daher greife ich auch meist zur Analogkamera. Allerdings ist die Linse noch nicht auf dem Markt und auch wenn sie es wäre könnte ich sie mir nicht leisten. Unbewusst beschäftige ich mich aber schon eine kleine Weile mit dem Unschärfe – Effekt, daher sicher auch die Begeisterung für die Linse, der für die Themen Erinnerung und Vergänglichkeit einfach ungemein inspiriert.
Wie auch immer bleibt die Linse auf meiner Wunschliste, sicher noch eine ganze Weile, daher musste ich mich gezwungener Weise digital mehr mit der Unschärfe auseinandersetzen. Insgesamt bin ich ja nicht der größte Fan der digitalen Nachbearbeitung, aber Spaß macht sie allemal. Was gibt mir also das Bearbeitungsprogramm für Möglichkeiten, die Bilder noch prägnanter als eine Erinnerung umzusetzen? Ich weiß, dass ich hier noch am Anfang meiner „Forschung“ stehe, so lange, bis es endlich „klick“ macht und ich spüre, das ist es! Hier kribbelt es, wenn ich ein Foto anschaue! So sitze ich nun vor dem Computer, wühle mich durch Photoshop und der Nik Software, experimentiere und sehne mich insgeheim nach der Linse – Mist! Manchmal entflamme ich unkontrolliert für Neues und es dauert eine Weile, bis das entfachte Feuer wieder gelöscht werden kann.
Die Bilder sind ursprünglich übrigens analog im Mittelformat letzten Sommer entstanden. Jetzt, viele Monate später, sind es Erinnerungen an einen schönen Sommertag geworden. Es wurde also Zeit, die Aufnahmen verschwimmen zu lassen. Ausschnitte, die nur noch zum Teil greifbar sind und doch nicht vergessen. Manches braucht eben Zeit um zu reifen, egal ob die Mittel vorhanden sind oder nicht. Irgendeine Möglichkeit des Ausdrucks gibt es doch immer.



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