Ein Hauch von Formen | Eingehüllt in Momenten der Erinnerungen | Nicht die Zeit dominiert, sondern die Inspiration (aus dem letzten Artikel Disappear)

Bilder mit vollkommener Unschärfe zu gestalten und all die Formen in einem Dunst verschwinden zu lassen, stellt sich für mich als eine ganz schöne Herausforderung dar. Der Großteil der Bilder verliert dadurch seine Kraft und wird von einer sinnlos erscheinenden Abstraktion abgelöst. Einem Matsch aus Nichts. Interessant ist zu sehen, wie meine anfängliche Inspiration (Artikel Disappear) in kürzester Zeit abnimmt. Noch längst habe ich nicht den richtigen Weg gefunden, Unschärfe spannend darzustellen.

Die Experimente an alten Aufnahmen sind bisher mehr als unbefriedigend und der Analogfilm ist noch nicht abholbereit. Verrückt, wie viel länger der ganze Prozess doch dauert, wenn man nicht mehr selbst entwickelt *seufz*. Mittlerweile packe ich jeden Morgen zwei Kameras mit ein, KB- und Mittelformat. Nicht selten bleiben sie jedoch in der Tasche und ich hoffe auf den nächsten Tag, auf besseres Licht oder einfach auf den richtigen Moment. Vor einigen Tagen konnte ich wunderbare Nebelstimmungen einfangen, die sich nach kurzer Zeit in Luft auflösten. Zu Hause stellte ich fest, dass kein Film eingelegt war und der Zähler fälschlicherweise auf 4 gestanden hatte. Entschuldigen konnte ich mir das Malheur nur aufgrund der berühmt-berüchtigten Schwangerschaftsvergesslichkeit. So blieb mir nichts anderes übrig, als einen neuen Film einzulegen, mit dem Ziel, dass es bei der nächsten Tour nur besser werden kann.

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