Nicht die Technik spielt beim Fotografieren die entscheidende Rolle, sondern der Blick. Wichtig ist jedoch, dass man sich mit der Technik wohl fühlt.

Seit etlicher Zeit schon grübelte ich über eine alte und vorallem günstige Mittelformatkamera nach, die für mich besser zu greifen ist und eher einer Kleinbild-SLR gleicht, als den üblich gebauten Kamera-Bauklötzen. Zugegeben, mehr und mehr vermisste ich bei meinem Schwedenwürfel eine gewisse Beweglichkeit und Flexibilität, wenn ich mit ihr unterwegs war. Eine Kleinbildkamera greife ich einfach um einiges besser, jedoch wünsche ich mir größere Negative.
Jetzt, zu Weihnachten, war es dann endlich soweit und es sollte ein vollmechanisches und zugegeben sehr eigensinniges Schmuckstück aus dem Osten werden. Die Pentacon Six TL. Wie es typisch für die Kamera ist, hatte auch meine bei 1/125 und den langen Zeiten so ihre Unzuverlässigkeiten. Somit hieß es für mich erstmal ab in die Werkstatt. Inzwischen lüftet die beinahe neu restaurierte P6 friedlich an der frischen Luft, um dem modrigen Kellergeruch entgegenzuwirken. Die oberflächliche Reinigung mit Essigessenz und zwei Tage mit Kaffeepulver eingeschlossen, haben leider kaum die erhoffte Wirkung erzielt. Ansonsten bleibt noch die Neubeklebung mit Kunstleder.
Aber abgesehen von all den ersten Anlaufschwierigkeiten muss ich zugeben, dass ich ein Weihnachtsgeschenk bekommen habe, das nicht hätte besser passen können, und mit dem ich mich einfach wohl fühle. Eine neue Liebe, die mit jedem Tag mehr und mehr wachsen wird, da bin ich mir sicher.
fotografien © anette siegelwachs







Hinterlasse eine Antwort zu zeitlauf Antwort abbrechen