
Vier Monate dauerte es, bis endlich wieder eine Filmrolle voll war und ich genoss es heute förmlich, sie, wenn auch nur nebenbei und ständig durch den kleinen Sohnemann abgelenkt, zu entwickeln. Statt 20 Grad Entwicklerbad wurden es ganze 26 Grad, die Entwicklungszeit gefühlte 13 Minuten. Auch die Mischung 1+50 wurde mehr als ungenau. Irgendwas gepushtes körniges würde schon rauskommen, dachte ich mir und kam auch nur sehr unregelmäßig zum gewohnten alle 60 Sekunden Kipprhythmus. Wie sehr ich die Arbeit vermisst hatte, bemerkte ich tatsächlich erst beim Entwickeln. Überrascht war ich dann von den Negativen, die ich am Ende zufrieden in den Händen hielt. Beim nächsten Mal ziehe ich sicher wieder das Bauchgefühl den gewohnten Vorgaben des Datenblattes vor…









fotografien © anette siegelwachs, 2015

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