

In den letzten Tagen ist die Kamera wieder öfter mein Begleiter geworden und ich merke, wie gut es mir tut. Im Hinterkopf behalte ich dabei stets mein Fotoprojekt zum Thema Unschärfe. Ganz langsam möchte ich mich wieder an das Thema setzen und mich überraschen lassen, wohin es mich führt und wie ich es letzten Endes umsetzen werde. Passend als Projektstart griff ich wieder das Freelensing auf, das ich vor über einem Jahr das erste Mal ausprobiert hatte (Artikel). Ob ich es letzten Endes für die Serie nutzen werde, bleibt offen. Auch ob ich in S/W oder Farbe fotografieren werde. Momentan steht nur die Freude am Tun im Mittelpunkt. All den Druck beiseite zu lassen und das Fotografieren neu zu genießen, ohne jegliche Wertung. Zugegeben, es fällt mir schwer. Doch nur so kann ich die Dinge auch mal von einer anderen Seite betrachten und mich von festgefahrenen Strukturen lösen. Je kopfiger ich werde, desto mehr verliert die Fotografie an Kraft. Vielleicht versuche ich auch mal, einfach mit geschlossenen Augen zu fotografieren oder mit Musik oder zu einem Gedicht, einem Textausschnitt oder …



Bis zur abgeschlossenen Fotoserie dauert es also noch eine Weile und so beobachte ich gespannt, wie sich durch das Experimentieren Ideen finden. Lösungen. Antworten. Neue Wege. Ich lasse mir Zeit und suche nach einem passenden Projekttitel. Einer Inspiration. Einer Richtung. Wenn es soweit ist, kommt der nächste Schritt.

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