
Endlich ist er da, der Frühling. Mit all seinen bunten Knospen, dem zarten Grün, das unaufhaltsame Vogelgezwitscher und die längeren Tage. Das Licht! Kurz und schmerzlos war der Winter, beinahe nicht da, und mir ist, als hätte ich ihn kaum angetroffen. So wie ich ihn kenne. Verschneit, eisig und dunkel. Jetzt, wo das Leben wieder zurück in die Straßen, die Cafés und die Parks strömt, die Gesichter freundlicher gesinnt sind und die Autos bei Zebrastreifen stehen bleiben, genieße ich die Spaziergänge. Zugegeben, es sind noch nicht allzu viele und sehr viel kürzer als gewünscht, aber immerhin, es gibt sie. Ab und an. Heute zog ich mit drei Kameras los. Eine blieb vollkommen unberührt. Eine andere nutzte ich als Belichtungs- und Entfernungsmesser. Die dritte, die alte Plattenkamera, freute sich auf das kaum hörbare Klicken. Zweimal. Dann schwieg sie wieder. Jetzt, wo auch beim Fuji Farbfilm die Produktion eingestellt wird, muss ich noch vorsichtiger mit jedem Klick umgehen. Der Verlust des wunderbaren Schwarzweißfilms war schon tragisch genug, jetzt heißt es aber auch bald Adiós Fuji fp-100C! Zwar wird es wohl noch für ungefähr zwei Jahre den Trennbildfilm geben, allerdings sind schon jetzt die Preise in die Höhe gegangen und ich bin froh, dass ich wenigstens noch drei Packen zu Hause habe. Immerhin. Aber so ist es nun einmal. Die Welt dreht sich weiter und der kleine Sohnemann erfreut sich an den wirklich schönen und wichtigen Dinge im Leben und übt fleißig das Laufen gegen alle Widrigkeiten.


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