Sicher kennen die einen oder anderen Sunprints. Man braucht dafür lediglich eine feste Unterlage, ein Sunprint Papier, ein Negativ oder erstellt Fotogramme mit einer Feder, einer Blüte, einem Scherenschnitt oder anderen flachen Gegenständen und beschwert das Ganze mit einem Glas aus einem Bilderrahmen, befestigt alles mit Klammern und dann geht’s damit ab in die Sonne, bis sich das blaue Papier beinahe weiß färbt. Danach wird gewässert und getrocknet. Fertig. Keine Dunkelkammer, keine Chemie.



Der Ablauf und das Ergebnis erinnern sehr an das Cyanotypie Verfahren (Artikel Blau), bei dem jedoch erst noch die lichtempfindliche Lösung auf das Papier aufgetragen wird und die Belichtungszeit anders zu handhaben ist. Zum Sunprint stieß ich das erste Mal vor ein paar Wochen, als ich eine der Foto-Überraschungskwerboxen von kwerfeldein ergattern konnte, in der unter anderem das Sunprint Kit auf mich wartete. Um gleich loszustarten, fehlten mir jedoch Muße und Zeit.


Vor wenigen Tagen dann konnte ich endlich die ersten Prints ausprobieren und hatte, zugegeben, viel Spaß. Natürlich, Blau muss man mögen, auch den geringen Kontrast (Wasserstoffperoxid nach dem Wässern soll den Kontrast erhöhen, auch Blondspray soll helfen). Das Wichtigste für mich jedoch waren an erster Stelle die Freude am Experimentieren und das Neu inspiriert werden. Gerade in Momenten, in denen der produktive Antrieb fehlt und es nur wenige Minuten Zeit für Kreativität gibt, ist das kleine Experiment perfekt. Wenn die Ergebnisse dann noch positiv überraschen, freut es einen natürlich doppelt.




Hinterlasse eine Antwort zu juergen61 Antwort abbrechen