Keine Experimente, keine Collage, keine Bearbeitung. Einfach das, was das Auge durch die Linse sieht. Es tut gut, sich auf das Sehen und Fühlen zu konzentrieren. Wahrnehmen. Mit der Nikon F3 unterwegs zu sein macht enorm viel Freude, allerdings zeigt sie die ersten Macken und bei direktem Sonnenlicht muss ich aufpassen, da die Bilder am Rand schwarz werden können.

Gerade bin ich dabei neues Material zusammenzusuchen, zu überlegen, was mir fehlt und ob ich mir ein paar Kinofilme in Kleinbild wie den Kodak Vision3 und Diafilme zulege. Auch der Gedanke, die Filme wieder selbst zu entwickeln, spukt mir im Hinterkopf. Mehr Freiheiten beim Entwickeln und keine Warterei. Noch immer habe ich das Gefühl auf der Suche zu sein.

Auf der Suche nach emotionaler Tiefe, den passenden Farben, Wegen, um das, was ich fühle, auszudrücken. Manchmal sehe ich ein Bild von einem Fotografen oder einer Fotografin und es berührt mich so sehr, dass es mich auf eine emotionale Reise schickt. Ich fühle mich lebendig und tief bewegt.
Es inspiriert mich. Dorthin möchte ich gelangen.

In der Stadt fällt es mir oft schwer, mich mit der Kamera auf das zu konzentrieren, was ich festhalten möchte. Abgelenkt durch all die Eindrücke, Geräusche und Hektik. So gut wie immer lande ich am Ende in kleinen Ruheoasen: in Parks, leeren Spielplätzen, Nebenstraßen oder Hinterhöfen. Es ist wie ein kurzes Durchatmen, wenn es still um mich herum wird. Erst dann ist es mir möglich ein Bild zu machen, das nicht nur der Erinnerung dient, wie ich es mit dem Handy mache. Die Analogfotografie hilft mir dabei. Zur Ruhe zu kommen. Fokussieren. Fühlen. Klick.


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