Wie Kinder die Welt sehen

Es ist soweit, meine Suche ist – vorerst – beendet! Für alle, die schon länger mitlesen: In gewisser Weise haben mich all meine letzten Projekte und Experimente hierher geführt, besonders aber Kinderzeichnung/Fotografie, Zeichnung auf Fotografie und natürlich ganz vorne meine drei Jungs. Es fühlt sich wie ein Ankommen an. Ein künstlerisches Zuhause. Zur Ruhe kommen.

Ich habe eine Tür gefunden, hinter der sich unendlich viele bunte Geschichten verbergen. Wie Kinder die Welt sehen. Eine Welt voll Neugier und Faszination mit einer großen Portion Magie. Denn für uns bleibt ihre Sicht oft verborgen.

ohne titel © anette siegelwachs

Was würde passieren, wenn wir für einen kurzen Augenblick den Zeitdruck und unsere Realität hinter uns lassen könnten? Würden wir den Sushi Stab aus der Schublade holen und Menschen fliegen lassen? Meine Kinder spielen damit begeistert Zauberer … Oder uns eine kleine Ewigkeit den Gänseblümchen widmen, die sich wie Superhelden durch Asphaltritzen nach oben kämpfen? Wahrscheinlich weniger.

Aber wie wäre es, wenn wir uns wieder daran erinnern könnten, wie sich diese magische Welt anfühlt? Inspiration und Vorstellungskraft. Kinder können damit ganze Welten bewegen und Wissen aufsaugen, wie wir es nicht mehr schaffen. Sie brauchen nur Zeit und Raum.

Das Männchen und die Blume im Mondlicht © anette siegelwachs

Der Zauber des Mondlichts

Am Ende eines Zweiges, ganz oben in den Baumwipfeln, sitzt auf einer Blüte ein kleines Männchen. Es ist kaum größer als eine Hand, das Haar steht wirr nach hinten und leuchtet im Mondlicht.

Still ist es. Nur der Ruf einer Eule ist zu vernehmen.

Ganz plötzlich, wie von Zauberhand, öffnet sich eine Knospe. Leise raschelt sie, während sie ihre Blätter ausstreckt. (…)

Momentan falle ich von einer Idee in die nächste und bevor mir ein Gedanke entwischt, versuche ich ihn irgendwie festzuhalten. Als nächsten Schritt kann ich sie überarbeiten. Bilder, Geschichten, Bilder und Geschichten.

Der Ursprung, wo alles begann, ist das untere Bild. „Wir sehen die Welt, wie sie ist“. Es ist ein Anfang und ich muss noch einiges an zeichnerischer Technik auf dem iPad lernen, aber ich freu mich darauf!

Wir sehen die Welt, wie sie ist © anette siegelwachs

Für alle, die mit dem Thema nicht allzu viel anfangen können: Macht nichts. Es wird natürlich weiterhin Experimente geben und die Analogfotografie ist und bleibt für mich die Basis meiner Arbeiten. Unabhängig also meiner Erkenntnis, eine „magische“ Tür gefunden zu haben und eine neue Richtung einzuschlagen, wird auf dem Blog sicher alles beim Alten bleiben. Aber jeder Schritt gehört zum Prozess und entwickelt sich weiter. Ich sage mir immer wieder, der Weg ist das Ziel.

Hier also noch eine unbemalte Fotografie. Zum Abschluss. Mit etwas Glück sieht der eine oder die andere jetzt das Bild mit anderen Augen und eine ganz eigene, individuelle Geschichte kann entstehen …

Hinter der Wegbiegung © anette siegelwachs

2 Antworten

  1. Avatar von Klausbernd
    Klausbernd

    Hallo Anette
    Die Welt mit Kinderaugen zu sehen, vermitteln uns Siri und Selma. Wir finden das faszinierend und witzig.
    Danke für deine schöne Post
    The Fab Four of Cley
    :-) :-) :-) :-)

    1. Avatar von Anette Siegelwachs
      Anette Siegelwachs

      Ganz lieben Dank für die schöne Rückmeldung! Ich freue mich zu hören, dass die beiden euch diese Welt vermitteln können. Ein echtes Geschenk und was für eine Bereicherung! Und ja, es steckt oft eine große Portion Humor mit dabei ;-)
      Viele Grüße an euch, Anette

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