Eine künstlerische atmosphärische Monotypie mit kontrastreichen schwarzen Zweigen und Blättern im Vordergrund, die das Bild beinahe umrahmen und im Hintergrund die ersten Sterne beim langsam dunkler werdenden Himmel zeigen. Ein sanfter Nebel überzieht den Himmel teilweise und erzeugt eine starke Stimmung.

Fotografie & Monotypie | Auf der Suche nach Tiefe

„Es ist das kreative Handwerk, das mich inspiriert und mich den Tag mit einem Lächeln beginnen lässt.“

Kennt ihr die Tage, an denen ihr aufwacht und sich eine Vorfreude in euch ausbreitet auf das, was kommt? Es sind diese besonders guten Tage, an denen der innere Antrieb wie ein Motor fröhlich vor sich hin brummt, ohne daran zu denken, je zu stoppen. Es liegt eine unbändige Kraft in der Luft, die einen vorwärtszieht.

Mir geht es gerade mit der Entwicklung meiner Arbeiten so. Dem Willen, voranzukommen und mein tägliches Handwerk zu erweitern; dem Entdecken und Professionalisieren der Monotypie und dem Wunsch, eine Verbindung zu meiner Fotografie zu schaffen. Fragen und Schwierigkeiten kurbeln den Motor zusätzlich an, und ich will unbedingt herausfinden, welche Antworten ich dabei entdecken kann. Immer tiefer tauche ich in die Technik ein, und ganze Welten eröffnen sich mir, von denen ich mich nicht sattsehen kann.

Vom Suchen der Tiefe und dem Abschied vom Zweifel

Viele Jahre hatte ich das Gefühl, in meiner Arbeit nicht so vorwärtszukommen, wie ich es mir wünschte. Stets hinterließ der Blick auf meine Bilder einen faden Beigeschmack – eine Unzufriedenheit mit der Tiefe; mit irgendetwas, das mir in ihnen fehlte.

Jetzt sehe ich meine Hände voller Farbe und den Kopf voller Ideen. Drucke türmen sich zu Bergen, Experimente sind ein fester Bestandteil im Arbeitsprozess geworden, und es fühlt sich verdammt noch mal richtig gut an! Lebendig! Dieser ganz bestimmte Geruch des kreativen Handwerks macht mir Hunger auf mehr.

Fragen, Experimente und Inspiration

Wie schaffe ich es, den Fototransfer noch detaillierter zu übertragen? Welche Fotografien sind besonders stark für diese Technik, und wie gestalte ich die Drucke so, dass die Fotografie mehr zur Geltung kommt? Ist es möglich, auch die Grautöne, die leichten Schatten und feinen Strukturen zu übertragen? Was brauche ich dafür?

Es sind all diese Gedanken, die mich gerade antreiben und nach Lösungen suchen lassen. Jetzt herausfinden. Jetzt probieren. Auch einer meiner Söhne sitzt inzwischen nach der Schule oft neben mir und beginnt zu drucken. Echte Begeisterung und Inspiration sind definitiv die besten Krankheiten, mit denen man sich anstecken kann.

Anette SiegelwachsWenn die Nacht kommt, 2026, Monotypie auf 290/m² Hahnemühle Hemp, 20 x 30 cm.

Kennt ihr diese Phasen, in denen sich die eigene Kunst plötzlich blockiert anfühlt? Und was hat euch am Ende geholfen, die Freude am Experimentieren wiederzufinden? Ich freue mich auf eure Gedanken in den Kommentaren!


Ich freue mich über deine Gedanken …