Kategorie: Prosa

Kurze Geschichten zum Lesen


  • Was wäre, wenn?

    Was wäre, wenn?

    Wir leben in einem freien Land. Wir müssen keine Angst davor haben, unsere Meinung zu sagen. Wir müssen nicht alle gleich denken. Wir dürfen unterschiedlich sein. Wir dürfen unterschiedliche Gedanken und Gefühle haben. Wir müssen nicht unsere Aussagen zurückziehen, hinter denen wir stehen, weil uns andere aufgrund unserer Aussagen beleidigen oder gar verletzen wollen. Wir…

  • Im Umbruch

    Im Umbruch

    Immer wieder denke ich, wie viel es zu entdecken gibt, wie vieles auf uns wartet. Fern des alltäglichen Trubels, fern der üblichen Wege. Ein neuer Ort, ein neuer Platz, wer weiß, was sich ergeben kann. Es ist die Zeit, die Entscheidungen trifft. Ich warte, hoffe, genieße bis dahin. Denn glücklich bin ich. Hier und Jetzt.…

  • Der Albtraum

    Nur zwei Reihen weiter sitzt sie. Die Beine übereinander geschlungen. Ineinander verschmolzen. Sanft und kaum merklich ein Wippen der Füße. Barfuß. Ihr Kleid gleicht einem Nachthemd. Ein Stoff, so zart, als wäre er nicht. Existiere nicht.

  • Gewitter

    Langsam, elektrisiert, fühlbar. Mit jedem Grollen und Zucken der Blitze steigert sich meine kindliche Aufregung und beinahe ungeduldig warte ich auf den Moment des Ausbruchs. Er zeigt sich erst, als ich die Balkontür öffne und das Schauspiel vom Trockenen aus erblicken kann. Sturzbäche bilden sich innerhalb Sekunden und nehmen den Dreck der Stadt mit sich.…

  • Die Holzbank im Wüstensand

    „Sonnenschein, Überflutung, 33ºC“. Er schrieb die Uhrzeit, geschätzte Luftfeuchtigkeit und mögliche Gründe des neuen Sees darunter mit dem Vermerk „Wir, meine Frau Sofía Hernando de Sánchez und ich, Bernardo Hernando de Sánchez, sind in Sicherheit. Unser Zuhause ist zu einer Insel geworden, …

  • Svenja II

    Svenja II

    Zaghaft nur zieht der Wind über mich hinweg, ertastet meine Wange. Die Beine taub. Mein Blick ins Nichts, vorbei an der Schlucht und den Menschen weit über mir, deren Augen trotz der Höhe noch immer auf mir harren. …

  • Sterne über mir

    Hey, du! Schweigsam läuft sie weiter, dreht sich nicht um. Die Schultern leicht nach oben gezogen. Hey! Ihre Haltung verstärkt sich. Wie eine geduckte Katze läuft sie, ohne hinter sich zu blicken. Vor ihr der Ausgang. Nur noch wenige Meter. …

  • Filmszene

    Ein Holzhaus inmitten der Steppe. Kein Laut, kein Mensch, nur das Wandern der Sandkörner. …

  • Krieg

    Unverblümte Worte und Gedanken über den Krieg – ein Antikriegsgedicht ohne Reim

  • Lea

    Grünes Haar, gelbe Nasenspitze und rote Lippen umrahmt von einem zarten Blau. Es ist das Gesicht einer Fee auf Leas Kissen, in das ich blicke. Stolz drückte sie mir ihre Zeichnung in die Hand. Ein großer viereckiger, etwas wackeliger Kasten umgibt die Fee, den sie mit einer dicken schwarzen Kreide gemalt hat. Lea ist fünf…