Krieg

Unverblümte Worte und Gedanken über den Krieg – ein Antikriegsgedicht ohne Reim

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Menschen rennen durch Straßen
Kein Zurück und keine Flucht
Eingesperrt in einem Kessel
Dampfend brodelnd gnadenlos

Schreie Schüsse warmes Blut
Tritte Schläge leblose Körper
Ein Blick aus einer Ruine
Unschuldig flehend angstverstört
Ein Kind, das Gesicht nur Knochen

Die kleine Hand festgeklammert am Mauerrest
Die Straßen leer
Ein dumpfer Knall weit weg
Stampfende Füße im Rhythmus des Todes
Marschierende Truppen treten auf Tote

Kinder Frauen Männer
Blutgeschmack liegt auf der Zunge
Eine Hand fleht nach Rettung
Ein Knall, ein Schlag, sie fällt zu Boden

Nie wieder hebt sie sich, die kleine Kinderhand
Nie wieder
Der Todesmarsch stampft weiter im Rhythmus
Starr der Blick Kalt das Herz

Die Berge lebloser Körper wachsen stetig
Die Kinderhand versinkt


2 Antworten zu „Krieg“

  1. Avatar von Follygirl

    Das geht unter die Haut…
    LG, Petra

    1. Avatar von anette

      Das Gedicht entstand in einem Theater- und Filmprojekt vor einigen Jahren, in dem ich mich mit der Verfolgung der Juden im Dritten Reich auseinandersetzte. Ein erschütterndes Thema, das mich immer wieder aufs Neue sehr aufwühlt. Danke für dein persönliches Feedback, Petra!

      Liebe Grüße,
      Anette

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